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Bettnässen: Kinderprobleme

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Bettnässen

Bettnässen ist für viele Eltern der Alptraum. Denn sowohl für sie als auch für das Kind kann das Bettnässen zur Belastung werden. Versagensängste und Druck lasten oft auf der gesamten Familie. Dazu kommt die Hilflosigkeit bei den Eltern, die oft nicht wissen, wie sie ihrem Kind beistehen können.

Problem: Bettnässen bei Kindern Bettnässen ist für Kinder und Eltern ein Problem.

Wenn Dein Kind ins Bett macht

Berge von Schmutzwäsche, jede Nacht rausmüssen und am Morgen dann unausgeschlafen sein. Das sind nur die Randerscheinungen, die bei bettnässenden Kindern und ihren Eltern auftreten können. Schlimmer sind die psychischen Belastungen, denen Kinder und Eltern ausgesetzt sind.

Versagensängste und Scham
Kinder, die ins Bett machen, fühlen sich oft als Versager. Sie fühlen sich hilflos, haben keine Kontrolle über ihren eigenen Körper und können somit kein gesundes Selbstvertrauen aufbauen. Gerade auch im Vergleich mit anderen Kindern, die schon „trocken“ sind, kann sich Dein Kind daher minderwertig und ausgeschlossen fühlen. Vor allem die Scham kann ihn daran hindern, Anschluss bei anderen zu suchen. Schließlich sind Übernachtungen bei Freunden für Dein Kind nicht möglich. Wenn dann auch noch Druck seitens der eigenen Familie aufgebaut wird, kann sich das Problem noch verschlimmern.

Unterstütze Dein Kind
Wichtig ist es, dass Du Deinem Kind dabei hilfst, die Gefühle des Versagens und der Scham zu überwinden. Dabei solltest Du vor allem sehr offen mit dem Thema „Bettnässen“ umgehen. Wenn Du es nämlich verschweigst und Dein Kind nicht darauf ansprichst, um es nicht in Verlegenheit zu bringen, dann wird das Bettnässen zu einem Tabuthema, etwas Anstößigem und Falschem. Deshalb solltest Du ganz in Ruhe erklären, dass Bettnässen etwas ganz Normales und Natürliches ist und zur Entwicklung dazugehört. Erzähle ruhig, dass Du früher auch ins Bett gemacht hast und wie Du es geschafft hast, damit aufzuhören. Dabei darfst Du Dein Kind aber auf keinen Fall unter Druck setzen. Lasse ihm Zeit und motiviere es mit Belohnungen, statt ihm mit Strafen zu drohen. Es ist wichtig, dass Dein Kind aus eigenem Antrieb heraus das Bettnässen in den Griff bekommen will.

Das Problem lösen
Manchmal hilft es schon, wenn Du Deinem Kind mit Rat und Tat zur Seite stehst, geduldig bist und ihn immer wieder motivierst. Oft wird auch eine Verhaltenstherapie gegen das Bettnässen empfohlen. Dabei soll Dein Kind einen Kalender führen und eintragen, wann es ins Bett gemacht hat und wann nicht. Du hast so eine Übersicht, wie oft und wann es passiert ist. Eine zusätzliche Motivation kann ein Belohnungssystem sein. Für jede trockene Nacht wird eine kleine Belohnung in Aussicht gestellt.
Oft ist es hilfreich, wenn man beim Kinderarzt körperliche Gründe, wie eine Blasenentzündung, ausschließen kann. Ist das Kind gesund, können dennoch Medikamenten helfen. Der Wirkstoff Desmopressin soll dabei die Harnbildung in der Nacht verringern. Diese Methode wirkt sehr schnell. Trotzdem solltest Du den Einsatz von Medikamenten gut bedenken und erst andere Alternativen ausprobieren. Besprich Dich mit Deinem Kinderarzt und auch mit anderen Müttern.

Eine Frage der Geduld
Das Wichtigste ist ein offener Umgang mit dem Problem in der Familie. Es darf kein Druck aufgebaut werden, sondern Dein Kind muss vielmehr von Dir motiviert werden. Egal wie lange es braucht, um trocken zu werden, bausche das Problem nicht auf, sondern zeige Geduld. Wenn Du immer für Dein Kind da bist und ihm hilfst, dann wird es sich auch normal entwickeln, trocken werden.

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3 Kommentare zu: Bettnässen

MaminiTini 24.10.2011, 17:15 Uhr

Ich finde es ganz schlimm, wenn manche Eltern ihre Kinder dafür ausschimpfen! Schließlich ist es für die Kleinen selbst schon schlimm genug wie ja auch im Artikel beschrieben wird. Solche Eltern habeneinfach null Sensibilität.

Saras_Baby 29.09.2011, 11:49 Uhr

Mein Neffe hatte auch lange Probleme damit, aber dann hat es irgendwann von ganz alleine aufgehört...

Waffelchen 23.11.2010, 13:37 Uhr

Das passiert Max auch noch gelegentlich. Aber auch das gehört eben zum Kinder-Großziehen dazu.

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