
Dein Kleinkind mit 35-36 Monaten
Tipps und Infos für den 35. und 36. Lebensmonat
Eine große Feier steht an: Dein Kind wirdschon 3 Jahre alt.
Die letzten drei Jahre sind trotz Hürden und Problemen wie im Flug vorbei gezogen und Du kannst noch gar nicht glauben, wie groß Dein Kind inzwischen ist und welch rasende Fortschritte es jeden Tag macht. Erziehungsfragen spielen jetzt eine immer größere Rolle und bieten eine Menge Konfliktpotenzial für die Eltern. Sprecht Euch also ab und versucht bei Meinungsverschiedenheiten zu diskutieren und Kompromisse zu schließen. Da Dein Kind jetzt schon mehr kann, will es auch mehr und so werden Alltagssituationen, wie der Wocheneinkauf schon mal doppelt so anstrengend. Dafür wirst Du die Gelegenheit haben einen tollen dritten Geburtstag mit Deinem Kind zu feiern und Dich an all die schönen Momente zurückerinnern, die es Dir und Deiner Familie beschert hat.
GewissenEine Frage des Gewissens
Darf ich oder darf ich es nicht? Dein Kind wird sich häufiger in der Situation wiederfinden, dass es nicht weiß, was es machen soll. Zwar ist der Wunsch da, die Abschminktücher aus der Verpackung zu rupfen. Aber Dein Kind weiß, dass Du dann ziemlich sauer wirst und es schimpfst. Für ein Kleinkind ist die Liebe der Mama immer noch das Wichtigste. Sie gibt Sicherheit und Geborgenheit und Ablehnung ist die schlimmste Strafe. Dein Kind hat nun also ein Problem und steckt in der verzwickten Lage in der er sowohl verlockend Verbotenes tun möchte und es Dir gleichzeitig recht machen will. Dann wollte schon mal der Bauch die Schokolade haben oder der Ast war im Weg, sodass das Kind gefallen ist, obwohl Dein Kind voll Wonne im Dreck gewälzt hat. Nimm diese kleinen Ausflüchte mit Humor und reagiere nicht zu streng auf kleine Missgeschicke. Merkt Dein Kind, dass eine Beichte nicht immer harte Bestrafung nach sich zieht, wird es ein eher bereit sein im Laufe der Zeit auf die Wahrheit umzusteigen. Je älter es wird, desto Selbstbewusster wird es. Und desto mehr Regeln Dein Kind befolgen soll, desto häufiger wird es das eigene Verlangen unterdrücken müssen. Diese Leistung ist nicht zu unterschätzen und spricht dafür, dass Dein Kind in seiner Entwicklung große Schritte macht. Ein Leben in der Gesellschaft ist nur möglich, wenn man in der Lage ist seine eigenen Bedürfnisse zu kontrollieren.
Erziehung der KinderErziehungsfragen und Meinungsverschiedenheiten
Du wirst als Mama immer wieder Deine Erziehung in Frage gestellt sehen. Alle werden sich einmischen und Dir erzählen, was richtig und was falsch ist. Diese Situationen können mit dem Partner, den Großeltern des Kindes oder mit den Erzieherinnen im Kindergarten entstehen. Vor allem sind aber Meinungsverschiedenheiten zwischen Dir und dem Vater des Kindes riskant. Dabei entstehen die schnell, oft nur durch Versehen und kommen beim anderen einfach nur falsch an. Die Themen sind dabei vielfältig: langes Aufbleiben, Süßigkeiten, Fernsehen, etc. können schnell zu Konfliktsituationen werden, wenn Eltern sich nicht gut genug absprechen oder ihre Ungereimtheiten gar vor dem Kind austragen. Keinesfalls sollte sich das Kind dazu gezwungen sehen, sich für eine der beiden Seiten zu entscheiden, da so schnell eine Verschwörungssituation entsteht, in der es dann heißt: „Papi, darfst Du aber nichts davon erzählen.“ Sprecht Euch lieber gut ab oder diskutiert nach einem Vorfall, wie ihr ähnliche Situationen später handhaben wollt. Das vermeidet Stress vor dem Kind und auch zwischen Euch.
EinkaufenEinkaufen mit einem Kleinkind
Der Wocheneinkauf ist ja ohnehin schon kein besonderes Vergnügen. Mit Kind im Schlepptau kann er die Nerven allerdings noch zusätzlich belasten, denn Dein Kind ist von den vielen Farben und Verpackungen natürlich unheimlich begeistert. Es hört viele Geräusche. Menschen, die miteinander reden, Musik, das Klappern der Einkaufswagenräder und überall stehen interessante Dinge herum, die in Reichweite sind. Alles sollte doch genau untersucht werden. „Was ist in dieser Dose? Was ist in diesem Karton? Oh, Mama schau’ mal. Da sind ganz viele Bonbons drin!“ Die erste Bonbontüte ist aufgerissen und natürlich stand sie nicht auf dem Einkaufszettel. Es folgen die ersten bösen Blicke von Kinderlosen. Der ein oder die andere wird sich zu einem abschätzigen Kommentar berufen fühlen und nachdem das Kind beschimpft wurde, wird es anfangen zu weinen. War der Supermarkt bis gerade eben noch nicht gegen dich, spätestens jetzt fallen Dein Kind und Du negativ auf.
Stressfreier läuft der Einkauf ab, wenn Du einen Babysitter hast. Dann kannst Du in aller Ruhe der Welt Deinen Einkauf machen und kannst Dir die bösen Blicke anderer Leuten sparen. Hast Du keinen Babysitter, mache Dir einen Einkaufszettel und gehe zügig einkaufen. Je länger es dauert, desto quengeliger wird Dein Kind und der Einkauf wird zur Qual. Ablenkung bieten auch die Waren im Einkaufswagen. Sollte die Verpackung schon vor der Kasse kaputt gehen, ist das nicht weiter schlimm. Die Verpackung entsorgt man ja eh und für die Kassiererin ist der Strichcode relevant.
BewegungsspieleDie Entwicklung des Kindes spielerisch fördern
Dein Kind befindet sich jetzt in einem Alter, in dem es seinen Körper schon sehr gut kennt und beginnt ihn erfolgreich zu kontrollieren. Um dieses Interesse für Bewegung und Aktion zu stärken, kannst Du Bewegungsspiele mit ihm spielen. Der Gleichgewichtssinn ist jetzt schon gut ausgeprägt und Dein Kind müsste es inzwischen schaffe kurz auf einem Bein zu stehen ohne direkt auf den Hintern zu plumpsen. Vielleicht kann es sogar schon über den Spielplatz rennen ohne mit anderen Kindern oder Spielgeräten zusammenzustoßen. Dafür musst Du Dir keine großen Abenteuer überlegen: Blinde Kuh, Fangen, Topfschlagen und andere Kindergeburtstags-Klassiker machen auch nach jahrelanger Anwendung den meisten Kindern Spaß. Solche Spiele können aber auch immer dann angewandt werden, wenn Du grade mit Deinem Kind unterwegs bist. „Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm“ kann eigentlich immer mal eingeschoben werden und wird Deinem Kind auch beim fünfzigsten Mal noch Spaß machen.
KindergeburtstagDer dritte Geburtstag
Mit dem dritten Lebensjahr wird sich für Dein Kind viel ändern. Vor allem der Weg in den Kindergarten wird ab jetzt ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit und runter von Mamis Arm bedeuten. Vielleicht hat Dein Kind inzwischen schon ein paar Freundschaften in der Nachbarschaft oder in der Krippe geschlossen und Ihr könnt schon ein wunderbares Geburtstagsfest feiern. Mindestens sollten aber Omi und Opi vorbeischauen und vielleicht ein paar Freunde der Eltern. Denn schließlich macht es großen Spaß seinem Kind an einem Tag im Jahr in vollen Zügen zu zeigen, wie wichtig es ist, dass es bei uns ist. Jedes Kind liebt Aufmerksamkeit und an diesem Tag sollte es im Mittelpunkt stehen. Umso besser, wenn am tollsten Tag des Jahres auch noch Spielkameraden da sind und alle wild im Garten, Haus oder Keller toben können.
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Halte alle schönen und auch die schweren Momente in Wort und Bild fest – Schreib Dein eigenes Mamiblog – wer es lesen darf entscheidest Du
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