Kinderbetreuung: Hohe Quote
Laut Bundesregierung wurden im März 2011 etwa 517.000 Kinder unter drei Jahren in einer Kita oder in einer Tagespflege betreut. Somit liegt die bundesweite Betreuungsquote bei 25,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote der Kinderbetreuung damit um 3 Prozent gestiegen.
Hohe Kinderbetreuungsquote
Positiver Trend bei der Kinderbetreuung
Die Zahlen des Dritten Zwischenberichts zur Evaluation des Kinderförderungsgesetzes zeigen, dass der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze voranschreitet. Nach Angaben der Regierung wurden im Bundesdurchschnitt ein Viertel aller Einjährigen sowie die Hälfte aller Zweijährigen betreut. Einjährige Kinder werden seltener außerhalb der Familie betreut, so dass die Betreuungsquote sehr niedrig ist. Im März 2011 lag die Betreuungsquote bei 2,6 Prozent. Seit 2006 ist diese Zahl nicht mehr gestiegen.
Kinderbetreuung in den verschiedenen Bundesländern
Die Regierung verzeichnet große Unterschiede bei der Kinderbetreuung von Kindern aus Ost- und Westdeutschland. In Ostdeutschland will die Hälfte der Eltern ihr Kind zu einer Kinderbetreuung schicken, während in Westdeutschland die Betreuungsquote sehr niedrig ist. Nach Angaben der Bundesregierung wurde in den neuen Bundesländern im März 2011 jedes zweite Kind unter drei Jahren betreut. In Westdeutschland hingegen nur 20 Prozent. Thüringen hatte mit 56,1 Prozent die höchste Betreuungsquote und in Nordrhein-Westfalen lag die Quote der Kinderbetreuung bei 15,9 Prozent. Große Unterschiede beobachtet die Regierung auch bei der Kinderbetreuung von Kindern mit Migrationshintergrund: Deren Betreuungsquote ist sehr niedrig und liegt bei gerade einmal 14 Prozent.
Bis zum August 2013 will die Bundesregierung das Kita-Ausbauziel erreichen und insgesamt 750.000 Betreuungsplätze schaffen. Hoffentlich gelingt dieser Plan!
Bildquelle: Anatols/Dreamstime.com















villaBambini 28.06.2012, 08:26 Uhr
wieso reden eigentlich alle immer nur von den kitas? was ist denn mit den tagesmüttern?
die bieten eine echte und familiennahe alternative,die unterstützt keiner!
mit 4,20 euro brutto die stunde oder weniger werden diese von den jugendämtern mit immer höheren auflagen abgespeist.
gerade kinder unter 3 sollten in die familäre und dennoch professionelle kinderbetreuung durch eine kindertagespflegeperson.
das bild der tagesmutter hat sich geändert,aber kaum weiss so wirklich wie die tagesmutter arbeitet.
mittlerweile gibt es genügend tagesmütter,die die betreuung eben nicht mal so neben ihren eigenen kindern wuppt,sondern ganz professionell an die sache herangeht:)
Athene_ 16.06.2012, 10:23 Uhr
Ich bin immer wieder erstaunt mit wieviel Naivität so mancher Forist annimmt, dass Kleinstkinder in einer Krippe optimal gefördert würden. Bei dem derzeitigen Betreuungsschlüssel ist dies definitiv nicht der Fall, wie ich von einer befreundeten Krippenerzieherin weiß. Es gibt unter den Erzieherinnen einen hohen Krankenstand, teilweise hat eine Erzieherin 12 Winzlinge zu betreuen. Außer Füttern und Windelwechsel ist da nicht viel drin! Aufbewahrungsanstalt scheint mir da fast der passendere Begriff zu sein.
Ich bin Ausländerin, somit hat mein Kind einen Migrationshintergrund. Mein Mann und ich geben uns allergrößte Mühe unser Kind nicht in eine Krippe zu geben. Mein Mann ist Pole ich bin Russin. Wir sind der festen Überzeugung, dass ein Kleinstkind in der Familie besser aufgehoben ist und ebtreut werden kann als in einer Krippe. Es ist in unseren Kulturkreisen einfach so üblich. Damit stößen wir bei Deutschen Eltern auf viel Unverständnis und so geht es vielen Familien in unseren Kreisen.
fraulieb 15.06.2012, 18:07 Uhr
Bei uns ist es auch echt schwer mit der Kinderbetreuung. Das sind alles Tropfen auf den heißen Stein.
oemellie 15.06.2012, 18:02 Uhr
3 Prozent Steigerung bei der Kinderbetreuung ist besser als eine Verschlechterung, aber immer noch nicht super :S